Häufige Fragen

Hier finden Sie ansprechend zusammengefasst die wichtigsten Informationen zu häufig auftretenden Symptomen oder Krankheiten Ihres Lieblings, zur Blutuntersuchung, rund um eine Operation und zur Euthanasie.

  • Analdrüsen / Analbeutel

    Bei Hund und Katze rechts und links des Afters angelegt. Wenige Millimeter beiderseits der Afteröffnung enden die Ausführungsgänge. Die Afterdrüsen dienten in der Wildnis mit ihrem übelriechendem Sekret zur Reviermarkierung bei jedem Kotabsatz. Bei vielen Hunden (selten auch bei der Katze) entleeren sie sich nicht mehr von alleine, sondern müssen durch den Tierarzt oder geübten Tierbesitzer ausgedrückt werden. Bei gefüllten Analdrüsen rutschen die Hunde mit dem Hinterteil auf dem Boden oder schlecken sehr oft die Analregion bzw. die Rute. Manchmal kommt es auch zu Entzündungen der Analdrüsen, die dann durch einen Tierarzt gespült und antibiotisch behandelt werden müssen.

  • Babesiose

    Babesien sind Parasiten, welche die roten Blutkörperchen befallen und schädigen. Sie kommen weltweit in allen Ländern der subtropischen und tropischen Klimazone vor. Im Süden Europas beginnt die Ansteckungsgefahr bereits am Gardasee. Die Erreger werden durch verschiedene Zeckenarten übertragen. Die Symptome richten sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und können unbehandelt im schlimmsten Fall zum Tod führen. Typische akute Symptome können sein: • Mattigkeit • Schwäche • Fieber bis 42°C • blasse bis gelbliche Schleimhäute (Anämie) • rot- bis grünbrauner Harn • Leber- und Milzvergrößerung Der Nachweis erfolgt über eine Blutuntersuchung. Am sichersten kann man seinen Hund vor einer Infektion schützen, indem man ihn nicht mit in südliche Länder nimmt. Ansonsten sollte man für einen optimalen Zeckenschutz sorgen.

  • Bisswunden

    Die meisten Bisswunden sehen zunächst relativ harmlos aus, da nur eine kleine Wunde in der Haut zu sehen ist. Sie heilen daher oft sehr schnell zu. Häufig bildet sich dann später unter der Haut eine Tasche mit eitrigem Sekret. Jede Bisswunde sollte deshalb in Bezug auf ihre Tiefe von einem Tierarzt untersucht und antibiotisch abgedeckt werden.

  • Blasenentzündung

    Eine Entzündung der Harnblase zeigt sich in der Regel durch häufigen Harnabsatz bis hin zu blutigem Urin. Sollten Sie den Verdacht auf eine Blasenentzündung haben, bringen Sie bei der Vorstellung des Tieres in der Tierarztpraxis am besten gleich eine Urinprobe mit. Dazu können Sie sich spezielles Katzenstreu in unserer Klinik abholen. Durch die Untersuchung kann festgestellt werden, wie schlimm die Entzündung ist, und ob z.B. Harnkristalle mitbeteiligt sind. In der Regel erfolgt die Therapie einer Cystitis durch die Gabe von Antibiotika und Spasmoanalgetika, im Fall der Kristallbildung durch spezielle Diäten. Die Therapie kann unter Umständen - je nach Keimart - über Wochen andauern!

  • Blutuntersuchung

    Vor allem bei älteren Tieren sollte routinemäßig alle 1-2 Jahre eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Sie ermöglicht das frühzeitige Erkennen von Krankheiten.

  • Borreliose

    Vor allem chronisch verlaufende, schwierig zu erfassende Infektionskrankheit, welche durch Borrelien (Spiralbakterien) verursacht wird. Überträger der Krankheit sind Zecken. Die Inkubationszeit beträgt 2-5 Monate. Die meisten Infektionen verlaufen symptomlos, ansonsten treten auf: • Futterverweigerung • Fieber • Lahmheit • Schwellungen und/oder Schmerzhaftigkeit eines oder mehrerer Gelenke, der Muskeln oder der Wirbelsäule Der Nachweis der Borreliose erfolgt über eine Antikörperbestimmung im Blut. Hund können gegen Borreliose geimpft werden.

  • Chlamydien der Katze

    Chlamydien sind hochspezialisierte parasitierende Mikroorganismen, die auch Vögel und den Mensch infizieren können. Bei Katzen ist es vor allem ein Bestandsproblem. Klinische Symptome sind: • beidseits starke Bindehautentzündung • erst wässriger, später eitriger Augenausfluss • geringgradiger Husten • Nasenausfluss • Niesen • gelegentlich leichte Läsionen der Lunge Das Allgemeinbefinden der Katze ist in der Regel ungestört und verschlechtert sich erst bei einer bakteriellen Sekundärinfektion. Eine Impfung (s. Impfung) ist möglich.

  • Cushing

    Das Cushing-Syndrom ist eine der häufigsten hormonelle Erkrankungen des Hundes und beruht auf dauerhaft erhöhten Glukokortikoidspiegeln im Körper. Typische Symptome können sein: • vermehrtes Trinken • vermehrter Urinabsatz • Hängebauch, dünne Gliedmaßen • Lebervergrößerung • Haut- und Haarkleidveränderungen • Muskelschwäche Die Diagnose erfolgt durch Blut-, Urin- und Ultraschalluntersuchungen. Bei bestehendem Cushing kann medikamentös behandelt werden.

  • Diabetis mellitus (Zuckerkrankheit)

    Der Diabetes mellitus zählt zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen des Hundes und der Katze. Hierbei handelt es sich um eine komplexe Störung des Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsels, welche mit einem absoluten oder relativen Insulinmangel einhergeht. Tiere jeden Alters können erkranken, die überwiegende Zahl der Patienten befindet sich jedoch in der zweiten Lebenshälfte. Die typischen Symptome eines Diabetes mellitus sind: • vermehrtes Trinken • vermehrter Urinabsatz • vermehrte Futteraufnahme • Gewichtsverlust • Katarakt (Linsentrübung) • Lebervergrößerung • stumpfes Haarkleid • variabler Ernährungszustand (adipös bis kachektisch) Bei komplizierteren Verlaufsformen ist der Allgemeinzustand des Tieres stark gestört. Die Diagnose erfolgt über die Bestimmung der Blutglucose und des Fruktosaminwertes. Danach wird das Tier auf eine Insulintherapie eingestellt. Anfangs sind dazu mehrere Blutabnahmen über den Tag verteilt nötig. www.felinecrf.info • www.diabetes-katzen.net www.katzendiabetes.de

  • Durchfall und Erbrechen

    Es gibt verschiedene Ursachen sowohl für Erbrechen als auch für Durchfall, z.B.: • verdorbenes Futter oder gefressener Unrat • Fremdkörper • zu rasche Futteraufnahme • Futtermittelallergien • Entzündungen/Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes • Wurmbefall • Leber-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen • Vergiftungen Wenn das Allgemeinbefinden des Tieres nicht gestört ist, reicht in der Regel eine magen- und darmschonende Diät und Wasseraufnahme in Maßen. Eine Diät kann aus gekochtem Geflügelfleisch, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hüttenkäse und Magerquark bestehen. Sollte keine Besserung eintreten, ist ein Tierarztbesuch ratsam!

  • Ehrlichiose

    Die Ehrlichiosen sind in den tropischen und subtropischen Gebieten südlich des 45. Breitengrades, z. B. in den Mittelmehranrainerstaaten, Asien, Afrika sowie Amerika, bei Hunden weit verbreitet. Die Ehrlichien (meist E. canis) werden durch die Braune Hundezecke übertragen. Die Symptome sind äußerst vielgestaltig und hängen von der Phase der Infektion ab. Die häufigere chronische Form kann folgende Kranheitsanzeichen zeigen: • Müdigkeit • leichte Abmagerung • verminderte Fresslust • Nasenbluten • Lymphknoten- und Milzvergrößerung • Blutarmut • Fieber Die Diagnose wird durch eine Blutuntersuchung gestellt. Antikörper sind ca. ab dem 14. Tag nach der Infektion im Blut nachweisbar. Therapiert wird mit Antibiotika.

  • Ektoparasiten

    Bei allen Tierarten gibt es Endoparasiten, also Parasiten die im Körper vorkommen, sowie Ektoparasiten, d.h. Parasiten welche auf/in der Haut leben. Die häufigsten Ektoparasiten sind Zecken und Flöhe, die beide Blut saugen. Zecken sind in der Regel leicht erkennbar und können manuell oder mit einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Gefährlich werden sie erst dadurch, dass sie diverse Krankheiten übertragen können (z. B. Borreliose, Ehrlichiose, Babesiose). Flöhe verursachen v. a. Juckreiz und stumpfes Haarkleid. Zudem übertragen sie Bandwürmer. Der Nachweis erfolgt durch Rubbeln der Haare, so dass eventuell vorhandener Flohkot auf den Tisch fällt, der auf einem feuchten weißen Papiertaschentuch als rote Flecken erkennbar wird. Sowohl gegen Zecken als auch gegen Flöhe gibt es diverse Präparate, z. B. sogenannte Spot-on-Mittel, die direkt auf eine Stelle der Haut aufgetragen werden und sich von dort über die ganze Körperoberfläche verteilen. Sie wirken in der Regel 4 bis 6 Wochen. Auch ein Befall mit Milben ist bei allen Tieren möglich. Die Symptome sind je nach Milbenart unterschiedlich. Juckreiz kann, muss aber nicht vorhanden sein. Meistens sind die betroffenen Hautstellen haarlos. Der Nachweis der Milben erfolgt durch das Anfertigen eines Hautgeschabsels und dessen Untersuchung unter dem Mikroskop. So können verschiedene Milbenarten unterschieden werden, um dann eine spezifische Behandlung einzuleiten.

  • Endoparasiten

    Bei allen Tierarten gibt es Endoparasiten, also Parasiten die im Körper vorkommen, sowie Ektoparasiten, d.h. Parasiten welche auf/in der Haut leben. Zu den Endoparasiten gehören Protozoen und Würmer: Protozoen sind Einzeller die in Darm, Muskulatur, Blut und Haut lokalisiert sein können. Wichtig ist hier beispielsweise die Toxoplasmose der Katze, die für das Tier in der Regel relativ harmlos verläuft, bei schwangeren Frauen aber zu Fehlgeburten führen kann. Auch Giardien, welche beim vor allem beim Hund zu Durchfällen führen können, gehören dazu. Die sogenannten „Reisekrankheiten“ wie Leishmaniose oder Babesiose werden ebenfalls durch Protozoen ausgelöst. Der Nachweis einer Infektion erfolgt in Abhängigkeit der vermuteten Infektion im Blut oder im Kot. Der Befall des Hundes oder der Katze mit Würmern gehört zu den häufigsten parasitären Krankheiten. Hierbei spielen vor allem Rundwürmer, wie der Spulwurm, der Hakenwurm sowie der Peitschenwurm, eine große Rolle. Der häufigste Bandwurm des Hundes ist der Gurkenkernbandwurm, der durch Flöhe übertragen wird. Hunde infizieren sich mit dem Fuchsbandwurm, wenn sie beispielsweise eine infizierte Maus fressen. Hauptsächlich davon betroffen sind somit Hof-, Hüte- und Jagdhunde. Der Nachweis eines Wurmbefalls erfolgt durch die Untersuchung des Kotes auf Wurmeier. In seltenen Fällen sind die Würmer mit bloßem Auge im Kot sichtbar (Rundwürmer lang, weiß, dünn; Bandwurmglieder reiskornartig). Entwurmungsmedikamente gibt es als Tabletten, Pasten und als Spot-on zum Aufträufeln auf die Haut. Prinzipiell sollte man Hunde und Katzen 2 bis 4 Mal im Jahr entwurmen, wenn kleine Kinder Kontrakt zu den Tieren haben, sogar häufiger. Jungtiere bis zu 3 Monaten werden alle 14 Tage entwurmt, in den ersten 6 Monaten alle 4 Wochen.

  • Euthanasie

    Bei einer Euthanasie wird das Tier schmerzlos durch die Injektion eines Narkosemittels in Überdosis eingeschläfert. Der Besitzer kann sein euthanasiertes Tier entweder mit nach Hause nehmen oder es über unsere Tierklinik im Tierkrematorium München-Riem verbrennen lassen. Andernfalls kann es in unserer Tierklinik verbleiben. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

  • Feline Immunschwäche Viruserkrankung

    Das feline Immunschwächevirus (FIV) verursacht ein dem humanen erworbenen Immunschwächesyndrom AIDS sehr ähnliches Krankheitsbild und wird daher als Erreger des "Katzen-AIDS" bezeichnet. Das Virus ist jedoch für den Menschen völlig ungefährlich! Eine fast 100 %ige Übertragung findet durch den Biss eines infizierten Tieres statt. Eine Übertragung durch den Deckakt, vom Muttertier auf den Fötus und durch die Muttermilch ist möglich. Die Krankheit kann in verschiedene Stadien eingeteilt werden. Nach dem Initialstadium, das meist vom Besitzer unbemerkt bleibt, sind die Katzen meist für einige Jahre gesund. Die Symptome ergeben sich in der Regel durch die Schwäche des Immunsystems infolge von Infektionen mit Mikroorganismen, die bei einem immunkompetenten Tier - wenn überhaupt - nur eine leichte Erkrankung verursachen würden. Veränderungen die am häufigsten mit einer FIV-Infektion auftreten, sind: • chronische Zahnfleischentzündungen • chronische Erkrankungen des oberen Atmungstraktes • Abmagerung • Fieber • Lymphknotenvergrößerungen • Blutarmut • chronische Hauterkrankungen • chronischer Durchfall • neurologische Symptome und Tumoren Der Nachweis der Infektion erfolgt über die Antikörperbestimmung im Blut. Infizierte Katzen sollten auf jeden Fall im Haus gehalten werden und eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern. Eine Impfung ist zur Zeit noch nicht möglich.

  • Feline infektiöse Peritonitits

    Feline infektiöse Peritonitis ( FIP ) bedeutet soviel wie ansteckende Bauchfellentzündung der Katze. Die Ursache ist eine Infektion mit einem Coronavirus, dass normalerweise eine "harmlose" Durchfallerkrankung auslöst. Erst wenn es zum Erreger der FIP mutiert, wird die tödlich verlaufende Erkrankung ausgelöst. Im ersten Stadium äußert sich die Krankheit in Form von Fieber, Appetitmangel und leichten Atembeschwerden. Nach Abklingen dieser Symptome kann es unterschiedliche Zeit später zum zweiten Stadium der Erkrankung kommen. Hierbei unterscheidet man eine sogenannte feuchte Form der FIP, die in typischen Fällen mit einer "Bauchwassersucht" einhergeht. So erkrankte Katzen sind am ganzen Körper abgemagert, haben aber einen dicken, flüssigkeitsgefüllten Bauch. Bei der sogenannten trockenen FIP kommt es zu einer Entzündung der inneren Organe (Leber, Niere, Milz usw.) mit Fieber und teilweise Atembeschwerden. In ganz seltenen Fällen kann auch die zentral-nervöse Form beobachtet werden. Die Diagnosestellung der FIP ist relativ schwierig, da die Höhe des Coronavirus- Antikörpertiters keinen Hinweis gibt, ob nun eine harmlose Darminfektion oder die FIP vorliegt. Hierzu müssen weitere Blutparameter hinzugezogen werden. Eine Therapie der FIP ist derzeit nicht möglich, es kann jedoch prophylaktisch geimpft werden.

  • Futterverweigerung bei der Katze

    Es gibt vielfältige Ursachen dafür, dass eine Katze nicht mehr oder schlecht frisst: • entzündliche oder infektiöse Erkrankungen/Tumoren • schmerzhafte Läsionen im Maul-/Speiseröhrenbereich • Übelkeit infolge von Medikamenteneinnahmen • Bauchspeicheldrüsenentzündung • Lebererkrankungen • entzündliche Darmerkrankungen • Nierenerkrankungen • Schilddrüsenüberfunktion Unabhängig von der Ursache sollte auf jeden Fall spätestens dann ein Tierarzt aufgesucht werden, wenn die Katze einen Tag nichts gefressen hat! Ansonsten kommt es zur Entgleisung des Stoffwechsels. Besonders übergewichtige Katzen sind gefährdet! Neben der Therapie durch den Tierarzt ist der Besitzer stark gefordert und braucht viel Geduld, wenn es darum geht seiner Katze "das Fressen wieder schmackhaft" zu machen! Es ist unverzichtbar, die Katze mit einer Futterspritze oder über eine Ernährungssonde zu füttern.

  • Giardien

    Giardien gehören zu den sogenannten Protozoen, das sind Einzeller, die als Parasiten im Darm vorkommen. Dort verursachen sie v. a. bei Jungtieren in den ersten 6 Lebensmonaten starke Entzündungen im Dünndarm. Es kommt zu wässrigem bis blutigem Durchfall. Der Nachweis der Giardien erfolgt im Kot. Behandelt wird die Giardiose durch die Gabe von Antiparasitika. Giardien können auch auf den Menschen übertragen werden.

  • HD

    HD ist die Abkürzung für Hüftgelenksdysplasie beim Hund. Darunter versteht man eine multifaktorielle Erkrankung, bei der das Zusammenwirken von ererbten und Umwelteinflüssen wie Ernährung und Haltung zu einer Entwicklungsstörung des Hüftgelenkes führen. Die HD kommt vor allem bei mittelgroßen und großen Rassen vor. Die Tiere zeigen: • verminderte Aktivität, • spontane Lahmheiten mit Schwierigkeiten beim Aufstehen, • einen verkleinerten Bewegungswinkel des Hüftgelenkes, • Schmerzen bei der passiven Bewegung des Hüftgelenkes, • Anspannung und Verdickung des Musculus pectineus an der Oberschenkelinnenseite, der den Oberschenkel an den Körper heranzieht, • in chronischen Fällen kommt es zur Muskelrückbildung an den Hintergliedmaßen. Der Nachweis der Erkrankung erfolgt röntgenologisch. Viele Zuchtverbände verlangen vor der Zuchtzulassung mittlerweile einen Nachweis, dass der Hund HD frei ist. Hierfür muss die Röntgenuntersuchung in Narkose erfolgen. Beurteilt werden auf dem Röntgenbild die Hüftpfanne und der Oberschenkelkopf/-hals sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Winkelung. Ein Hund der nicht HD frei ist, sollte aus Tierschutzgründen nicht für die Zucht herangezogen werden.

  • Hepatitis contagiosa canis (H.c.c.)

    Eine Infektionskrankheit des Hundes, welche durch das canine Adenovirus hervorgerufen wird. Das Virus verursacht vor allem Zellschädigungen in der Leber, der Niere und den Augen und wird durch Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Die klinischen Symptome der H.c.c. können in ihrem Schweregrad stark variieren: • Apathie • Durchfall • Erbrechen • Vorderbauchschmerz • Gelbsucht • Unterhautblutungen • Fieber • selten neurologische Symptome Die Diagnose basiert auf einem Antikörpertest. Eine Therapie kann nur symptomatisch erfolgen. Die Prophylaxe ist durch Impfung möglich.

  • Herz

    Derzeit sind eine Vielzahl von angeborenen als auch erworbenen Herzerkrankungen bei Eine Herzerkrankung beim Hund kann sich durch folgende Symptome äußern: • Leistungsschwäche • Husten • vermehrtes Hecheln Bei der Katze dagegen sind die ersten Anzeichen einer Herzerkrankung wesentlich unspezifischer und schwierig zu erkennen: • Futterverweigerung • Vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis • Atmen/Hecheln durch den offenen Fang nach Belastung • Nachlassende Spielfreude und Belastbarkeit Im fortgeschrittenen Stadium kommt es bei der Katze häufig zu akuter Atemnot. Die Diagnose erfolgt zum einen durch Röntgen des Brustraumes, um die Größe des Herzens und eine eventuelle Flüssigkeitsansammlung in der Lunge beurteilen zu können. Zum anderen sollte eine Herzultraschalluntersuchung durchgeführt werden, mit der man z.B. die Funktion des Herzmuskels und der Herzklappen beurteilen kann. Bei Bedarf kann auch noch ein EKG angefertigt werden. Entsprechend dem Untersuchungsbefund bekommt das Tier dann täglich - und meist auf Dauer - Tabletten, die das Herz in seiner Funktion entlasten. Eine regelmäßige Kontrolle von Herz und Kreislauf ist ratsam. http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/katzenkrankheiten.html http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/hundekrankheiten.html

  • Kastration

    Die Kastration ist indiziert zur Unterbindung der Fortpflanzungsfähigkeit und bei pathologischen Veränderungen der Geschlechtsorgane. Unkastrierte Hündinnen können grundsätzlich an Tumoren der Gesäugeleiste bzw. an einer Gebärmuttervereiterung (Pyometra) erkranken. Bei einer Kastration vor der ersten Läufigkeit wird das Risiko für eine Tumorerkrankung auf ein Minimum reduziert. Nebenwirkungen einer Kastration bei der Hündin können Inkontinenz und Haarkleidveränderungen sein. Im Falle einer Inkontinenz kann diese jedoch medikamentös behandelt werden. Achtet der Besitzer auf eine ausgewogene und an Aktivität und Alter angespasste Ernährung muss mit keiner Gewichtszunahme nach der Operation gerechnet werden. Die Kastration eines Rüden ist angezeigt bei Aggressivität gegen andere Rüden, Hypersexualität und Prostataproblemen. Der Zeitpunkt der Operation spielt keine Rolle. Bei Katern und Kätzinnen sollte die Kastration aus tierschützerischen Gründen zumindest bei Freiläufern erfolgen, um die Katzenpopulation nicht unnötig zu vergrößern. Auch reine Wohnungskatzen sollten kastriert werden, um Harnmarkieren bei Katern und Dauerrolligkeit bei Kätzinnen vorzubeugen. Katzen und Kater können ab einem Alter von ca. 6 Monaten kastriert werden.

  • Katzenschnupfen

    Katzenschnupfen ist eine komplexe Erkrankung, an welcher eine Vielzahl von Infektionserregern wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien beteiligt sind. Allein in der Gruppe der Caliciviren gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Virustypen und -ausprägungen, deren Zusammensetzung sich stetig verändert. Chlamydien spielen lediglich bei großen Beständen und Katzenzuchten eine gewisse Rolle. Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen, verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nichtgeimpfte Katzen an. Besonders gefährdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche, die in eine Tierpension oder eine Klinik gebracht werden müssen, und Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie der z.B. der Katzenleukose leiden. Die Krankheit beginnt mit: • tränenden Augen, • klarem, wässrigen Nasenausfluss, • Niesen, • Fieber und • Appetitmangel. Diese Symptome können sich schnell zum wirklichen "Katzenschnupfen" verschlimmern: • eitriger Augen- und Nasenaufluss, • schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen, • Verweigerung der Futteraufnahme, • fortschreitende Schwächung bis zum Tod. Als Schutzmaßnahme sollte jede Katze geimpft werden !

  • Katzenseuche

    Katzenseuche oder Panleukopenie ist eine ansteckende Viruserkrankung. Der Erreger, der von infizierten Katzen hauptsächlich mit dem Kot ausgeschieden wird, ist extrem widerstandsfähig. Auch eine Übertragung im Mutterleib ist möglich! Selbst eine nur in der Wohnung gehaltene Katze ist gefährdet, wenn der Erreger mit Schuhen in die Wohnung getragen wird. Die Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden, tödlichen Verlauf. Erste Hinweise sind plötzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust. Mit dem Auftreten von Fieber verschlimmert sich der Zustand sehr schnell. Es kommt zu Erbrechen und schließlich zu Durchfall mit wässrig-blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell viel Flüssigkeit. Leider sind trotz Intensivtherapie vor allem Jungkatzen häufig nicht mehr zu retten. Gegen Katzenseuche sollte geimpft werden.

  • Leishmaniose

    Die Leishmaniose ist eine durch Einzeller hervorgerufene Hauterkrankung oder/und Erkrankung der inneren Organe. Die Krankheit wird durch die Sandfliege der Gattung Phlebotomus übertragen, die in Europa vor allem südlich des 45. Breitengrades (v. a. Spanien, Italien, Portugal, Südfrankreich/Korsika, Griechenland, Türkei) vorkommt. Man unterscheidet eine latente Form, welche besonders in den Anfangsstadien jahrelang unbemerkt bestehen kann und eine symptomatische Form, die die Haut und/ oder die Bauchorgane befallen kann. Symptome: • Lethargie • Fieberschübe • Abmagerung • Durchfall • Chronische Hautveränderungen • Haarverlust • Nieren- und Lebererkrankung, • Blutarmut • Lymphknotenvergrößerung • Konjunktivitis Der Nachweis des Erregers ist durch Biopsieproben in Lymphknoten, Haut und Leber möglich oder durch die Antikörperbestimmung im Blut. Ohne Behandlung sterben bis zu 90% der Patienten, viele davon an Nierenversagen. Die Therapie erfolgt in Abhängigkeit des Schweregardes mit Allopurinol oder Glucantime. Es ist ratsam, den Hund entweder gar nicht in den Urlaub nach Südeuropa mitzunehmen, oder ihn möglichst optimal gegen die Sandfliege zu schützen (spezielle Halsbänder oder spot on`s). Seit 2013 ist eine Impfung ist möglich.

  • Leptospirose

    Leptospirose Die Leptospirose ist eine weltweit verbreitete, bei zahlreichen Spezies einschließlich des Menschen vorkommende, durch Leptospiren (Bakterien) ausgelöste Erkrankung. Hunde jeder Altersgruppe sind für die Krankheit empfänglich. Infizierte Hunde können Erreger über lange Zeit mit dem Urin ausscheiden. Daneben sind Ratten und Mäuse eine wichtige Infektionsquelle. Hunde können sich auch über das Trinken aus Pfützen, die den Erreger enthalten, infizieren. Neben schweren Allgemeinstörungen mit Erbrechen, Durchfall und schmerzhaftem Abdomen können Muskelschwäche, neurologische Symptome und Atemwegsbeschwerden auftreten. Bei manchen Hunden entwickelt sich eine Gelbsucht. Das Überstehen der Krankheit kann chronische Nierenschäden hinterlassen. Diagnostiziert werden kann die Erkrankung über den Erregernachweis aus dem Urin oder einem Antikörpernachweis aus dem Blut. Neben der symptomatischen Therapie kommen Antibiotika zum Einsatz. Gegen die Leptospirose kann geimpft werden.

  • Leukose

    Katzenleukose ist eine Virusinfektion, die durch das Katzenleukämievirus FeLV hervorgerufen wird. Sie ist eine der häufigsten tödlichen Infektionskrankheiten der Katze. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung können Jahre vergehen. In dieser Zeit wird aber der Erreger millionenfach mit dem Speichel ausgeschieden. Nicht nur kranke, sondern auch gesund erscheinende Katzen können das Virus übertragen. Die Leukose kann mit den vielfältigsten Krankheitserscheinungen einhergehen. Beginnend mit Lustlosigkeit, Fieber, plötzlicher Abmagerung, blassen Schleimhäuten (Anämie), Entzündungen am Zahnfleisch bis hin zu bösartigen Wucherungen in der Brusthöhle und im Bauch (Leber, Niere, Darm). Die größte Gefahr besteht jedoch in einer Schwächung der Abwehrkraft durch das Virus. Die Leukose ist somit auch Grundlage für viele andere, oft tödlich verlaufende Infektionskrankheiten. Eine Heilung der Leukose ist nicht möglich. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Der wichtigste Schutz besteht in der Schutzimpfung, allerdings sollte vorher - sofern man es nicht weiß - durch eine Blutuntersuchung sichergestellt werden, dass die Katze nicht schon mit dem FeL-Virus infiziert ist.

  • Magendrehung

    Bei der Magendrehung handelt es sich um einen akuten Notfall bei Hunden. Besonders gefährdet sind große Rassen. Durch die Drehung des Magens werden die Zugänge verschlossen und der Magen gast auf. Die Blutgefäße zu den Bauchorganen werden abgeschnürt und es kommt zum Kreislaufschock mit Todesfolge, sofern keine rechtzeitige Therapie erfolgt. Die Symptome sind sehr typisch: • Unruhe • Würgen und Speicheln • erfolglose Versuche zu Erbrechen • luftballonartig, aufgetriebener Bauch Bei dem Verdacht auf eine Magendrehung muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Die Therapie besteht in der Kreislaufstabilisation durch Punktion des Magens und Infusionen. Danach muss die Drehung des Magens operativ behoben werden. Auch nach erfolgreicher Therapie kann der Hund Tage später aufgrund von Herzversagen versterben.

  • Niereninsuffizienz

    Eine Niereninsuffizienz (herabgesetzte Nierenfunktion) kann akut oder chronisch verlaufen. Die akute Niereninsuffizienz tritt seltener auf und wird durch Kreislaufversagen, Toxine oder akute Entzündungen hervorgerufen. Die chronische Niereninsuffizienz stellt eine progressiv verlaufende Erkrankung dar und ist eines der häufigsten Probleme der älteren Katze. Aber auch Hunde können erkranken. Klinischen Symptome treten auf, wenn die Nieren zu ca. 2/3 geschädigt sind: - vermehrtes Trinken - Erbrechen - Gewichtsverlust, - Appetitlosigkeit Als Folge kommt es zu Elektrolytverschiebungen und zur Ansammlung von harnpflichtigen Substanzen im Blutkreislauf (z. B. Harnstoff und Kreatinin). Das Ziel einer Therapie ist die Anregung der Nierenfunktion und somit die Ausschwemmung der harnpflichtigen Substanzen. Dies wird durch Infusionen über mehrere Tage und eine symptomatische Therapie der sekundären Begleiterscheinungen versucht. Gleichzeitig sollte der Patient mit einer speziellen Nierendiät ernährt werden.

  • OP-Nachsorge

    Zu Hause sollte der Patient warm und ruhig gehalten werden. Bieten Sie Ihrem Tier zuerst eine kleine Portion Wasser an. Verträgt es das gut, darf abends – je nach Operation - eine kleine Futtermenge angeboten werden. Es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass sich das Tier nicht an der Operationswunde beleckt und die Wunde sauber bleibt, damit sich diese nicht entzündet und der Patient sich die Fäden nicht selbst zieht!!! Sollten Sie Wundschwellung, ungewöhnliche Sekretion aus der Operationswunde oder ein ungewöhnliches und vermehrtes Schonen einer operierten Gliedmaße bemerken, setzen Sie sich bitte unverzüglich mit uns in Verbindung. Eventuell hat Ihr Tier zur Förderung der Heilung und zur Ruhigstellung einen Verband angelegt bekommen. Der Verband sollte nicht nass werden, verrutschen und es dürfen sich keine Druckstellen am Rand bilden. Stülpen Sie bitte eine Plastiktüte oder ähnlichen Schutz über den Verband, wenn Sie mit Ihrem Tier nach draußen gehen. Bitte setzen Sie sich unverzüglich mit uns in Verbindung, wenn Sie Probleme mit dem Verband bemerken sollten.

  • OP-Vorbereitung

    Wenn Ihr Tier zu einer Operation angemeldet ist, sollte es am Abend vorher die letzte Mahlzeit angeboten bekommen, weil es sonst zu Erbrechen mit Erstickungsgefahr während der Narkose kommen kann. Trinken ist erlaubt bis Sie das Tier bei uns vorstellen. Direkt vor dem Termin sollte der Hund noch einmal Gassi gehen!

  • Parvovirose des Hundes

    Die Parvovirose ist eine Infektionskrankheit, die durch das gleichnamige Virus ausgelöst wird. Die Erreger dieser Krankheit, werden von betroffenen Hunden millionenfach über einen längeren Zeitraum mit dem Kot ausgeschieden. Schwere und tödliche Krankheitsverläufe sind vor allem bei ungeimpften oder ungenügend geimpften Welpen und Junghunden sowie sehr alten ungeimpften Hunden häufig. Symptome der Parovirose sind in erster Line schwerer, blutiger Durchfall und Erbrechen, Fieber oder Untertemperatur sowie Mattigkeit. Bei sehr jungen Welpen kann die Infektion zum akuten Herztod führen, ohne dass die Welpen vorher Krankheitssymptome gezeigt haben. Erkrankte Hunde müssen umgehend in tierärztliche Intensivbehandlung. Bei rechtzeitigem Therapiebeginn überleben ca. 80% der erkrankten Hunde. Die Diagnose erfolgt durch eine Kotuntersuchung. Die auf dem Markt befindlichen Impfungen verleihen einen wirksamen Schutz.